Deutsche Abstimmungsgebiete – Allenstein
Die Briefmarken der Deutschen Abstimmungsgebiete, insbesondere der Region Allenstein, entstanden in einer politisch bewegten Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Im Zuge des Versailler Vertrags von 1919 wurde festgelegt, dass in bestimmten Grenzgebieten des Deutschen Reiches Volksabstimmungen über die künftige Zugehörigkeit abgehalten werden sollten. Im Abstimmungsgebiet Allenstein, das Teile Ostpreußens umfasste, erfolgte die Abstimmung am 11. Juli 1920. Für den postalischen Übergangsbetrieb wurden deutsche Briefmarken mit entsprechenden Überdrucken versehen, die bis zur endgültigen Klärung der Gebietszugehörigkeit dienten. Nach der Abstimmung, die mehrheitlich für den Verbleib beim Deutschen Reich ausfiel, wurden diese Sonderausgaben wieder durch reguläre deutsche Marken abgelöst. Die Ausgaben von Allenstein sind heute begehrte philatelistische Zeugnisse dieser historischen Phase und spiegeln die politischen Umbrüche der Nachkriegszeit wider.