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BENELUX Euroset 2014
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Luxemburgische Numismatik

Die numismatische Geschichte Luxemburgs spiegelt die politische Komplexität des Großherzogtums wider, das über Jahrhunderte zwischen europäischen Großmächten aufgerieben wurde. Bereits im Mittelalter ließen die Grafen und später die Herzöge von Luxemburg eigene Münzen prägen, wobei die Prägungen unter den burgundischen und spanischen Niederlanden sowie der österreichischen Herrschaft stark fremden Einflüssen unterlagen. Erst mit der Erhebung zum souveränen Großherzogtum im Jahr 1815 und der Personalunion mit den Niederlanden bis 1890 entwickelte sich eine eigenständige luxemburgische Münzprägung unter den Oraniern und später dem Haus Nassau-Weilburg. Die Münzen dieser Epoche, insbesondere die Taler und Gulden Wilhelms II. sowie die späteren Prägungen Adolfs und Wilhelms IV., zeugen von der wachsenden nationalen Identität des kleinen Staates im Spannungsfeld zwischen Preußen, Frankreich und Belgien.

Die Zugehörigkeit zum Deutschen Zollverein ab 1842 prägte die Münzpolitik Luxemburgs maßgeblich und führte zur Ausrichtung am preußischen Münzfuß, was sich in denominationsgleichen Stücken niederschlug. Nach den beiden Weltkriegen und der Einführung des Luxemburger Frankens 1944 spiegeln die Münzen und späteren Euromünzen die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Landes wider, das heute zu den wohlhabendsten Staaten Europas zählt. Sammler schätzen insbesondere die selteneren Prägungen des 19. Jahrhunderts sowie die Gedenkmünzen in Gold und Silber, die regelmäßig zu Ehren des Großherzoglichen Hauses ausgegeben werden und aufgrund der geringen Auflagen eine hohe numismatische Relevanz besitzen.