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SCHWEDEN Kursmünzensatz 2002
SCHWEDEN Kursmünzensatz 2002
Stempelglanz

8,90 €

Schwedische Münzen – Geschichte und Numismatik

Schweden blickt auf eine über tausendjährige Münzgeschichte zurück, die im 10. Jahrhundert mit den ersten silbernen Pfennigen unter König Olof Skötkonung begann. Im 17. Jahrhundert prägte das Land als einzige Nation der Welt reguläre Kupfermünzen in Plattenform – die sogenannten Plåtar, die aufgrund ihres enormen Gewichts und ihrer unhandlichen Größe bis zu 19 Kilogramm erreichen konnten. Diese einzigartigen Geldstücke zeugen von Schwedens enormen Kupferreichtum und den wirtschaftlichen Herausforderungen einer Großmachtzeit, in der Silbermangel die Geldpolitik bestimmte. Die numismatische Bedeutung dieser Epoche ist bis heute unübertroffen, da sie ein weltweit singuläres Phänomen der Geldgeschichte darstellt.

Im 18. und 19. Jahrhundert wandelte sich das schwedische Münzwesen grundlegend. Die Einführung der Reichswährung Riksdaler und später der Schwedischen Krone im Zuge der Skandinavischen Münzunion von 1873 prägten eine neue Ära. Münzen dieser Zeit spiegeln nicht nur den Übergang vom Silber- zum Goldstandard wider, sondern dokumentieren auch den politischen Wandel – von der absolutistischen Monarchie Gustavs III. bis zur modernen konstitutionellen Erbmonarchie. Sammler schätzen insbesondere die Übergangsprägungen sowie die seltenen Jahrgänge der frühen Kronenwährung, die aufgrund niedriger Auflagen und historischer Umstände heute nur noch in geringer Stückzahl existieren.